Alzheimer
Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die vorwiegend im Alter auftritt. Die Alzheimer-Erkrankung gehört zu den Demenz-Erkrankungen. Mit dem Begriff Demenz wird ein vielschichtiges Krankheitsbild beschrieben, das in ein mildes, ein mittelgradiges und ein fortgeschrittenes Stadium eingeteilt werden kann. Alle Demenzen haben ein Merkmal gemeinsam: Schwere Einbußen in der Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen, wiederzugeben und zu erinnern. Ein weiteres Kennzeichen ist die zunehmende Unfähigkeit, die Aufmerksamkeit bei komplizierten oder sich rasch ändernden Vorgängen aufrechtzuerhalten. Daneben finden sich insbesondere Einschränkungen in den Bereichen Problemlösen, Urteilsbildung, Sprache, Wahrnehmung, Konstruktionsfähigkeit sowie Persönlichkeitsveränderungen. 7,2 % der über 65-Jährigen sind von Demenz-Erkrankungen betroffen, bei über 90-Jährigen sind es rund 35 Prozent."
Eine frühzeitig gestellte Diagnose ist sehr wichtig. Der Hausarzt soll fachärztlichen Rat hinzuziehen, wenn er selbst über entsprechende Kenntnisse nicht verfügt. Mit speziellen Testverfahren kann festgestellt werden, ob ein Patient an Alzheimer erkrankt ist. Darüber hinaus werden weitere Diagnoseverfahren eingesetzt, zum Beispiel Labordiagnostik, Computertomografie, Kernspintomografie.
Nach jetzigen Erkenntnissen kann mit Medikamenten das Fortschreiten der Krankheit zwar insgesamt nicht aufgehalten, aber immerhin verlangsamt werden. Damit ist eine Verbesserung der Lebensqualität im Alltagsleben möglich. Eingesetzt werden zum Beispiel sog. Acetylcholinesterase-Hemmer. Auch bei Depressionen und Unruhezuständen kann eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Im Frühstadium der Demenz können psychotherapeutische Verfahren und spezielle Übungsverfahren für eine Verbesserung der Gehirnleistungen eingesetzt werden.
Sehr wichtig ist, dass sich Angehörige gut über die Krankheit informieren. Neben der Information durch die behandelnden Ärzte können die Pflegekassen spezielle Pflegekurse anbieten und Betreuungsleistungen vermitteln. Weitere wertvolle Hinweise können die Alzheimer-Gesellschaft Baden-Württemberg oder die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg geben. Sinnvolle Hilfen, zum Beispiel eine Betreuung der Kranken in Gruppen oder eine Unterstützung aus der Nachbarschaft, sollten Angehörige zu ihrer Entlastung auf jeden Fall in Anspruch nehmen.