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Patientensicherheit in Krankenhäusern und Praxen 

Sicher fühlen als Patient und als Angehöriger!

Bereits vor über 2400 Jahren stand für Hippokrates fest: Die ärztliche Heilkunst darf dem Menschen nicht schaden. Heute hat dieses Gebot angesichts der komplexen Möglichkeiten des medizinischen Fortschritts bei Untersuchung, Behandlung und Therapie sogar noch an Bedeutung gewonnen. 

Ziel des Fehlermanagements ist es die Patientensicherheit in Krankenhäusern und Praxen zu erhöhen, in dem Beinahe-Fehler berichtet und analysiert werden. Durch die Vermeidung von Beinahe-Fehlern lassen sich wirkliche unerwünschte Ereignisse verhindern und so Schäden von den Patienten abwenden oder sie zumindest so klein wie möglich halten. Auch die Patienten können durch ihre Aufmerksamkeit Wesentliches zur Fehlervermeidung beitragen. 

Das Problem ist von allen erkannt. Krankenhäuser, Praxen, Reha-Kliniken und ihre Organisationen haben sich der Patientensicherheit verschrieben und unternehmen Anstrengungen, ihr internes Fehlermanagement zu verbessern. Außerdem gibt es viele Einrichtungen und Institutionen im Gesundheitswesen, die ihnen bei der Stärkung der Patientensicherheit und der Vermeidung von Fehlern helfen.

Was tun im Schadensfall?

Hilfe und Beratung – an wen kann man sich als Patient wenden?  

Auf der Suche nach Klärung im Schadensfall sollte zuerst der Kontakt und das Gespräch mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin oder dem leitenden Klinikdirektorium gesucht werden. Einige Krankenhäuser haben bereits Beschwerdestellen eingerichtet. In den Beschwerdestellen oder im Krankenhaus arbeiten Patientenfürsprecher. Die Patientenfürsprecher sind neutral und behandeln alle ihnen anvertrauten Sachverhalte vertraulich. Bei Bedarf führen die Patientenfürsprecher für den Patient/die Patientin vermittelnde und klärende Gespräche mit Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern und vertreten an sie herangetragene Anliegen gegenüber dem Krankenhaus. 

Werden Gutachten gewünscht, stehen den Patientinnen/Patienten und deren Angehörigen Gutachter- bzw. Schlichtungsstellen bei der Landesärzte- und Landeszahnärztekammer sowie bei der Landespsychotherapeutenkammer zur Verfügung. Bei gesetzlich Versicherten kann die Krankenkasse über den Medizinischer Dienst der Krankenkassen ein Gutachten in Auftrag geben.  

Weitere Beratung gibt es auch bei vielen anderen freien Stellen wie Verbraucherzentralen, Selbsthilfegruppen oder unabhängigen Patientenberatungsstellen. 

Unter nachfolgenden Adressen und Links finden Sie im Internet Informationen und Anlaufstellen zum Thema Patientensicherheit und Fehlermanagement (Stand 17.11.2011) :

Gutachterkommission der Landesärztekammer

Gutachterkommission der Landeszahnärztekammer

Patientenhotline der Landespsychotherapeutenkammer

  • Hier geht es zu den Gutachterkommissionen der Landesärztekammer oder der Landeszahnärztekammer sowie zur Patientenhotline der Landespsychotherapeutenkammer.

Servicestelle der AOK

  • Mit dem Kontaktformular wenden Sie sich an die Servicestelle der AOK, die Ihr konkretes Anliegen gezielt bearbeitet.

KKH-Allianz - Patientenrechte

  • Auf den Seiten der KKH-Allianz finden Sie umfassende Informationen über Patientenrechte zum Beispiel das Recht auf Aufklärung, auf angemessene Behandlung, auf Einsicht in die Behandlungsunterlagen oder auf eine Zweitmeinung.

KKH-Allianz - Behandlungsfehler

  • Dieser Link führt direkt zum Thema Behandlungsfehler auf der Seite der KKH-Allianz. Dort gibt es auch einen Link zur Informationsbroschüre  der KKH-Allianz „Ratgeber bei Behandlungsfehlern“.

DAK– Ihre Rechte

  • Auf den Seiten der DAK finden Sie umfassende praktische Informationen über Ihre Rechte als Patient u. a. auch zum Thema Behandlungsfehler und Arzthaftung.

Bundesnetzwerk Psychiatrie

  • Auf der Seite des Bundesnetzwerks unabhängiger Beschwerdestellen und Patientenfürsprecher in der Psychiatrie finden Sie u. a. Informationen zu Beschwerdemöglichkeiten und eine Liste der Patientenfürsprecher und Beschwerdestellen.

Unabhängige Patientenberatung

  • Die UPD versteht sich als Wegweiser und Lotse durch das Gesundheitssystem und möchte Patientinnen und Patienten stärken und dazu befähigen, ihre Interessen wahrzunehmen und eigenständig zu handeln. Ratsuchenden soll eine neutrale und von Krankenkassen, Ärzten, Therapeuten etc. unabhängige Beratung, Information und Unterstützung geboten werden. Das Angebot der Unabhängigen Patientenberatung ist kostenlos - auch für privat Versicherte.

   Es gibt zwei Beratungsstellen in Baden-Württemberg
   (bundesweit 21):

-  UPD-Beratungsstelle Stuttgart,
   Gaisburgstraße 27, 70182  Stuttgart 
   Telefon (07 11) 2 48 33 95 oder Fax (07 11) 2 48 44 10
   Träger ist der Sozialverband VDK Baden-Württemberg e.V.
 - UPD-Beratungsstelle Karlsruhe
   Kaiserstraße 167, 76133 Karlsruhe
   Telefon (0721) 98451-21 oder Fax (0721) 98451-50
   Trägerin ist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V. 

Bundesgesundheitsministerium

  • Auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums finden sich viele Informationen zu den Patientenrechten und zum Thema: Behandlungsfehler, was genau ist das und welche Möglichkeiten habe ich als Patient?  

Patientenbeauftragten der Bundesregierung

  • Auf der Seite des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, der für alle Bürgerinnen und Bürger ansprechbar ist,  gibt es u. a. Informationen zu aktuellen Themen wie Patientenrechte in Deutschland,  Hinweise zu Veranstaltungen sowie eine Rubrik Fragen und Antworten. 

Aktionsbündnis Patientensicherheit 

  • Webseite des Aktionsbündnis Patientensicherheit, das vom Bundesgesundheitsministerium und vielen Partnern im Gesundheitswesen getragen wird. Dort finden sich zum Beispiel:

- Broschüre „Aus Fehlern lernen“

- Empfehlung zur Einführung von Registern für Beinahefehler und –schäden (CIRS) im Krankenhaus und in der Praxis

Empfehlung zur Vermeidung von Eingriffsverwechslungen 
  in der Chirurgie

- Empfehlungen zur sicheren Patientenidentifikation vor
  operativen Eingriffen

- Aktion „Saubere Hände“ zur Vermeidung von 
  Krankenhausinfektionen 

- Informationen für Patienten und Ärzte im Schadensfall 

Bundesärztekammer

  • Auf der Seite der Bundesärztekammer finden Sie zum Beispiel folgende Dokumente:

- Merkblatt für den sicheren Umgang mit Medikamenten

- Checkliste „Woran erkennt man eine gute Arztpraxis?“

- Broschüre: Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen
  bei den Ärztekammern

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin oder
Forum Patientensicherheit

  • Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) ist eine Einrichtung der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung,  die auf eine Vielzahl von Aktivitäten zur Patientensicherheit hinweist wie zum Beispiel:

- Patientensicherheit in der Arztpraxis oder 
  Fehlerberichtssysteme (CIRS)

- Ausführungen über Fehlerursachen, Fehlerhäufigkeit,
  Fehlerprävention

- Informationen über nationale und internationale Initiativen und
  Projekte

Institut für Patientensicherheit  

  • Das Institut für Patientensicherheit der Universität Bonn begleitet die praktische Arbeit des Aktionsbündnisses Patientensicherheit wissenschaftlich und führt eigene Forschungsprojekte durch.  

Patientensicherheit in Europa 

  • Die Informationsplattform der EU zur öffentlichen Gesundheit mit einem eigenen Abschnitt über die Aktivitäten der EU im Bereich der Patientensicherheit (teilweise in Deutsch und Englisch)