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AG Gesundheitstelematik

Im Rahmen der Arbeit der AG Qualitätssicherung und der AG Regionale Versorgung chronisch Kranker des Gesundheitsforums Baden-Württemberg wurde deutlich, dass bereits viele Erkenntnisse zur Entwicklung von sektoren- und professionenübergreifenden, regional vernetzten Versorgungsangeboten vorhanden sind. Telemedizinische Unterstützung ist ein wichtiger Baustein solcher Versorgungsangebote. Baden-Württemberg kann bereits eine Reihe herausragender Modellprojekte zur Telemedizin vorweisen, darunter auch einige Preisträger des Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg.

Diese Ansätze sollen speziell im Hinblick auf die telemedizinische Unterstützung weiter vertieft werden, um eine Übertragung und Verbreitung nachhaltiger Versorgungskonzepte zu befördern.

Einbezogen werden dabei auch Themen aus der Koalitionsvereinbarung wie die Verzahnung zwischen stationären und ambulanten Angeboten in der jeweiligen Region, das Entgegenwirken einer Unterversorgung im ländlichen Raum, die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik u. a. auf das Wachstumsfeld Gesundheit.

Mit dieser Zielsetzung wurde im Strategietreffen des Gesundheitsforums am 13. April 2011 eine AG Gesundheitstelematik eingesetzt. Vorsitzende der AG sind Herr Prof. Dr. med. Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor des Robert-Bosch-Krankenhauses und Herr Prof. Dr. med. Michael Bamberg, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Tübingen.

Die Geschäftsführung der AG Gesundheitstelematik liegt beim Wissenschaftsministerium, das eng mit dem Sozialministerium kooperiert. Auftrag und Zusammensetzung der AG wurden im Rahmen des Gesundheitsforums am 21.10.2011 vorgestellt. 

In einer Studie sollen zunächst bestehende Telebetreuungs- und Telemedizinprojekte zur Unterstützung von regionalen Versorgungsnetzwerken in Baden-Württemberg erfasst und bewertet werden, um daraus Empfehlungen für praxisorientierte Konzepte und Rahmenbedingungen von Telebetreuungs- und Telemedizinprojekten sowie für eine künftige Verbreitung der Gesundheitstelematik abzuleiten. Die Studie wird von Herrn Prof. Dr. med. Björn Bergh, Leiter des Zentrums für Informations- und Medizintechnik der Universität Heidelberg, im Auftrag des Sozialministeriums durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie und die Empfehlungen werden voraussichtlich Ende 2012 vorliegen.

Zur Umsetzung der Empfehlungen ist geplant, 2013 einen Preis zur Gesundheitstelematik im Rahmen des Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg auszuloben und einen Telemedizinkongress durchzuführen

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