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AG Standortfaktor Gesundheit

Die Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg hat das Ziel, die Gesundheit in allen Lebensphasen und Lebenswelten zu fördern, die Prävention und Gesundheitsförderung zu stärken sowie die Entstehung von chronischen Erkrankungen effektiver als bisher zu vermeiden bzw. ihr Auftreten in eine spätere Lebensphase zu verschieben und dadurch sowohl die Gesundheit des Einzelnen zu unterstützen als auch die Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs zu sichern. Damit mit chronischen Erkrankungen besser umgegangen und die Erkrankten besser versorgt werden können, müssen die Voraussetzungen zur Früherkennung weiter entwickelt werden. Außerdem sollen die Patientenrechte und die Fähigkeit zum Selbstmanagement gestärkt werden; dazu gehört auch die stärkere Einbindung von Selbsthilfegruppen.
Diese Ziele können nur durch die Zusammenarbeit der vielen verschiedenen Akteure im Bereich Gesundheit erreicht und umgesetzt werden. Dazu gehören sowohl die verschiedenen Ressorts als auch z.B. die Akteure des Gesundheitswesens, der Wirtschaft, Bildung, Umwelt- und Naturschutz, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Kirchen, Sport, Vereine, Kommunen, Seniorenräte und zahlreicher sonstiger Organisationen.
Diese wichtigen gemeinsamen Abstimmungen und Vernetzungen untereinander erfolgen auf Landesebene in der neu gegründeten AG Standortfaktor Gesundheit. Diese löst die bisherige AG Prävention / Gesundheitsförderung des Gesundheitsforums ab. Aufgrund der vielen zusätzlichen Fragestellungen und neuen Schwerpunkte wurde die AG in der Zusammensetzung geändert und durch neue Mitglieder erweitert.
Die AG Standortfaktor Gesundheit hat am 10. Dezember 2009 mit ihrer konstituierenden Sitzung (PDF, 200 KB) die Arbeit aufgenommen. Neben der Vernetzung auf Landesebene hat sie folgende Aufgabenstellungen und Zielsetzungen:

  • Entwicklung von strategischen Partnerschaften
  • Festlegung von landesweiten Zielen sowie Entwicklung von Haupthandlungsfeldern, Maßnahmenvorschläge und Leitlinien für die Umsetzung der Prozess- und Erfolgsindikatoren,
  • inhaltliche Weiterentwicklung des Präventionspaktes (Neuakzentuierung der Prävention) durch die Einbeziehung der sekundären und tertiären Prävention sowie
  • die Evaluation der Umsetzung durch geeignete Prozess- und Erfolgsindikatoren.

Speziell ausgewählte Fach- und Schwerpunktthemen werden in zusätzlichen Projektgruppen vertiefend bearbeitet und inhaltlich vorbereitet. Bei der konstituierenden Sitzung der AG Standortfaktor Gesundheit wurden in einem ersten Schritt folgende Projektgruppen eingesetzt:

  • Gesundheitsziele Baden-Württemberg
  • Kommunale Gesundheitskonferenzen / -netzwerke
  • Aufbau einer auf die Gesundheitsstrategie ausgerichteten Gesundheitsberichtserstattung und
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

Im Jahr 2010 sind weitere Projektgruppen zu folgenden Themen vorgesehen:

  • Vernetzung regionaler Versorgungsstrukturen
  • Weiterentwicklung der Primärprävention und Gesundheitsförderung nach den zusätzlichen Zielgruppen Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen.
  • Weiterentwicklung der Früherkennung (Sekundärprävention)
  • Etablierung eines Wettbewerbes zur Gesundheitsstrategie und Öffentlichkeitsarbeit
  • Weiterentwicklung der Rehabilitation und Stärkung der Selbsthilfe (Tertiärprävention) sowie
  • Versorgungsforschung.